1984 ist JETZT!

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Datenkrake Google

Mittwoch, 09. Dezember 2009 · Keine Kommentare

In einem sehr interessanten Artikel mit dem denkwürdigen Titel “Google will die Weltherrschaft” beschreibt Spiegel Online genau das, was sich mir auch schon seit einigen Jahren aufdrängt: Google ist dabei, das Informationsmonopol auf der Welt zu erlangen. Google hat sich so unentbehrlich gemacht, dass quasi alles, was man im Internet tut, auf die eine oder andere Weise in Googles Datenbanken landet. Der gläserne Surfer.

Und nicht nur das:

  • Wer einen Google-Account nutzt, teilt dem Unternehmen standardmäßig alles mit, was er im Netz sucht. Wer das Mailprogramm oder den Kalender nutzt, speichert auch Persönlichstes auf den Servern des Konzerns. Und wer die Google Toolbar installiert, meldet fortan sein gesamtes Surf-Verhalten an Google weiter.
  • Wer das Google Smartphone Betriebssystem “Android” nutzt, das bald ausgeliefert wird, teilt Google wieder persönlichste Daten mit, denn ohne Google Mail, Kalender, Text und Tabellen ist ein Android-Smartphone nicht besonders smart.
  • Seit kurzem bietet Google auch ein Navigationssystem an und weiß deshalb (wenn man es nutzt) darüber Bescheid, wo ich gerade bin, und wo ich hinwill.
  • Am Montagabend hat Google eine “visuelle Suche” angekündigt: wer seinem Handy etwas zeigt, soll erfahren können, was das ist. Gebäude oder Gegenstände sollen so identifizierbar werden. In Zukunft wird Google also auch wissen, was ich gerade sehe.

Das klingt doch irgendwie nach totaler Überwachung, oder? Und wenn dann noch der Google-Chef Eric Schmidt öffentlich sagt: “Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.”, dann ist klar, wohin der Hase läuft. Und dass Google die gesammelten Daten nicht für sich behält, sondern gerne auch an das DHS (Department for Homeland Security) weitergibt, damit die sie schön für die Pseudoterroristen-Hatz nutzen können, ist ja wohl selbstverständlich, wie sogar Spiegel Online schreibt.

Noch gibt es einige Maßnahmen, die man tun kann, um die Sammelwut (wahrscheinlich) etwas einzuschränken. Auch hier gibt es einen interessanten Artikel auf Spiegel Online.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,665813,00.html

Tags: Big Brother

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